ja, hier ist er nun. Moppi und Wolfe haben sich wahrscheinlich schon gewundert „was das wieder dauert Herr Fischer“ — aber hier ist er nun, die sagenhafte, unglaubliche und natürlich genau so geschehene Geschichte von drei Studenten, die auf Reise gehen.
Die
Nacht war super, ich habe richtig entspannt geschlafen, wohl wissend, dass Julia mit mir diesen Tag zurück nach Eckernförde wandern wird. Sie wird direkt aus dem Notarztdienst kommen, mit dem Auto nach Eckernförde fahren und dann mit der Bahn weiter nach Süderbrarup, um von dort mit dem Taxi bis zu mir auf den Campingplatz vorzufahren. Gemeinsam machen wir uns dann auf den weiteren Weg. Das wird ne tolle Sache.
Die
Wanderung sollte am dritten Tag weiter gehen. Das Bergfest liegt bereits hinter mir und schon packe ich meine Sachen zusammen. Die Nächte werden deutlich besser, sowohl bezogen auf meine Schmerzen, als auch auf die „Feuchtigkeitsbildung“ im Zelt. Die fällt jetzt nämlich gar nicht mehr auf, weil ich das Zelt penibel abspanne. Trotzdem muss ich zum Beispiel die Innenseite des Außenzeltes in den Kirschbaum zum Trocknen hängen, auf Feuchtigkeit im Zelt habe ich keine Lust.
Der
zweite Tag fing schon richtig scheiße an. Mir tat alles weh, was weh tun kann. Meine Hüfte schmerzte, ein riesiges Hämatom war auf dem Hüftknochen zu sehen, aua. Ich konnte die ganze Nacht nicht pennen, trotz megabequemerultrateurerunddicker Matratze. Dazu der eiskalte Wind, der genau von der Ostsee auf mein Zelt knallte. Weil ich ja mega müde und kaputt ins Bett gefallen war, hatte ich ganz vergessen mein Zelt richtig abzuspannen. Die Quittung folgte dann in der Nacht. ALLES war klamm und nass. Selbst der Schlafsack war benetzt mit einer feuchten Schicht. Naja, nützt ja nix, muss ich durch. Das Gehen war richtig schmerzhaft, Ich schlich quasi zum Waschen in die Duschkabine, war zum Glück nicht so weit weg.
Lange
schlafen konnte ich, trotz Feiertag, nicht wirklich. Auf ging es mit dem Bus zum Kieler Bahnhof und von dort weiter nach Eckernförde. Der Tag fing schon super an, als mich jemand für 4 EUR auf seine „Quer-Durchs“Land-Ticket“ mitgenommen hat. Wir haben dann auch in der überfüllten Bahn ganz nett gequatscht. Er kommt gebürtig aus Russland und lebt seit seiner Kindheit in Schleswig, lebt und wohnt jetzt aber in Berlin. Natürlich hat er seine Familie besucht, wie sehr viele, naja… wenn sie nicht gerade Urlaub machen oder wie ich, wandern gehen.