— Die Gedanken sind frei

Manch­mal frage ich mich schon, ob wir bereits im gemein­sa­men Deutsch­land ange­kom­men sind — und ganz oft stelle ich fest, dass wir noch einen wei­ten Weg vor uns haben. Viel­mehr quä­len sich noch viele Alte „Wes­sis“ und „Ossis“ mit ihren fest­ge­fah­re­nen Struk­tu­ren, wol­len jedoch nicht mit ihnen brechen.

Wir im Osten und die da im Westen.

Lasst mich bitte da raus und pro­ji­ziert nicht stän­dig euer Pro­blem auf mich. Das Bild vom gemei­nen „Wessi“, der ja ach-so-doof ist und den Osten über­rannt hat, ist über­holt liebe Leute. Warum? Ganz ein­fach. 20 Jahre nach der Wende sollte sie auch längst bei euch im Kopf ange­kom­men sein. Ich habe nichts davon mit­be­kom­men, nicht damals und auch nicht heute, weil ich zu der Zeit noch in die Win­deln gemacht habe. Einig­keit und wie jetzt… Frei­heit? Ja, schön, oder? Aber auch in euren Köp­fen, bzw. in unse­ren Köpfen?

Für ein Wessi/Ossis gar nicht schlecht. Gelebte Abnei­gung auf bei­den Seiten.

Die Ver­lie­rer von heute waren nicht immer die Gewin­ner von ges­tern. Das Leben ist auch im Wes­ten nicht bes­ser, allein was ihr dar­aus macht ist ent­schei­dend! Lasst mich also in Ruhe mit euren Pro­ble­men und sprecht mit mir über wich­ti­gere Dinge. Geht zum Psy­cho­lo­gen und quatscht den voll. Es soll ja bekannt­lich auch ein „Iden­ti­täts­pro­blem Ost­deutsch“ geben. Ach, was rede ich da, es gibt über­haupt ein Iden­ti­täts­pro­blem „Deutsch“, beste­hend aus „Wes­sis“, „Ossis“, „Nor­dis“ und „Südis“.

Frü­her war nicht alles schlecht – ja ne, is’ klar!

Es wird noch einige Gene­ra­tio­nen dau­ern, bis diese Hürde, diese Schub­la­den in euren Köp­fen abge­baut ist. Fin­det die­sen Schal­ter, geht offen mit dem Thema um und vor allem, sprecht mit­ein­an­der dar­über. Die nach­fol­gen­den Gene­ra­tio­nen wer­den es euch dan­ken. Eltern repro­du­zie­ren sich über ihre Kin­der. Das war schon frü­her so und das wird auch zukünf­tig so bleiben. Seid die­sen Kin­dern ein Vor­bild und gebt ihnen die Chance, nicht in Schub­la­den zu denken.

Doch das, so befürchte ich, wird noch ein paar Gene­ra­tio­nen dauern…

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Kin­der sind super. Super lus­tig, super toll­pat­schig, super lieb, super ver­spielt, super ehr­lich und: super krea­tiv — meist ohne es zu wissen.

Zur­zeit mache ich bei den Buch­kin­dern in Leip­zig mein vier­wö­chi­ges Prak­ti­kum — es ist super genial. Schon am ers­ten Tag betreue ich jeden Mon­tag eine kleine Gruppe von Zwer­gen, um mit ihnen Bücher zu schrei­ben, zu gestal­ten und zu bauen. Herr­lich. Heute war dann die Feu­er­taufe vor der Mann­schaft — ich denke/hoffe, sie bestan­den zu haben. Die ers­ten Blät­ter im Lino-Druck bedruckt, am PC (ja, kein Mac) gear­bei­tet, gesetzt und nette Gesprä­che geführt.

Alles in alle ein sehr schö­ner Tag, läs­sig und nicht zu hek­tisch. Freue mich schon auf die nächs­ten Tage.

Schön.

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Es schlug mein Herz, geschwind zu Pferde!
Es war getan fast eh gedacht.
Der Abend wiegte schon die Erde,
Und an den Ber­gen hing die Nacht;
Schon stand im Nebel­kleid die Eiche,
Ein auf­ge­türm­ter Riese, da,
Wo Fins­ter­nis aus dem Gesträu­che
Mit hun­dert schwar­zen Augen sah.

Der Mond von einem Wol­ken­hü­gel
sah kläg­lich aus dem Duft her­vor,
Die Winde schwan­gen leise Flü­gel,
Ums­aus­ten schau­er­lich mein Ohr;
Die Nacht schuf tau­send Unge­heuer,
Doch frisch und fröh­lich war mein Mut:
In mei­nen Adern wel­ches Feuer!
In mei­nem Her­zen wel­che Glut!

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Alter, was hat der gedrückt. Am Mon­tag Abend waren Julia und ich auf dem Clueso Kon­zert im Deut­schen Haus in Flens­burg. Die Tour wurde von Clueso um einige Wochen nach hin­ten ver­scho­ben, weil sein neues Album „An und für sich“ nicht recht­zei­tig fer­tig wurde.

Gegen 19 Uhr war Ein­lass. Die Vor­band war vom Stil her ähnlich wie Clueso, lei­der sehr ein­heit­lich im Klang, also in den Songs. Hörte sich fast alles gleich an, lei­der… Ich hab jetzt noch nicht mal den Namen parat und google schon die ganze Zeit. Sollte jemand also den Namen ken­nen, ein­fach unten in den Kom­men­ta­ren pos­ten ;) Danke.

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Juchu, wie geil ist das denn. End­lich geht ein Ruck durch Deutsch­land. Aus­ge­rech­net das „schwarze“-Land Baden-Württemberg hat sich für eine Wende ent­schie­den. Weg von Schwarz/Gelb und hin zu Grün/Rot. Ich habe mich rich­tig gefreut, dass so eine bür­ger­nahe Par­tei von fast 25% der Bevöl­ke­rung gewählt wurde und sich somit für den ers­ten grü­nen Minis­ter­prä­si­den­ten in der Geschichte der Bun­des­re­pu­blik ent­schie­den hat.

Bis zu mei­nem Bur­nout im Jahr 2009 habe ich eine andere Rich­tung in der Poli­tik unter­stützt. Ja, ich muss mich beken­nen und es tut mir so unend­lich leid und weh, dass ich meine Kreuze an fal­scher Stelle gemacht habe. In der Zeit nach mei­nem Bur­nout habe ich mein Bewusst­sein ver­än­dert und geschärft auf die wich­ti­gen The­men im Leben.  Es ist nicht mehr die „Leistung-“ und „Ellenbogen-“ Gesell­schaft, son­dern die „bewusste Gesell­schaft“. Damit meine ich, dass wir uns auf unsere Bedürf­nisse ein­las­sen sol­len und nicht nach einem Ideal stre­ben sol­len, das wir mit allen Mit­teln und Rech­ten durch­set­zen wol­len. Den­ken emo­tio­nal, den­ken wir logisch, kon­se­quent und nicht mehr auf Pro­fit bedacht. Nut­zen wir die Zeit, den Auf­schwung und die Gescheh­nisse der letz­ten Wochen — trauen wir uns end­lich einen wich­ti­gen Schritt.

  • geht demons­trie­ren (am bes­ten gegen Atomkraft)
  • ver­braucht weni­ger Strom
  • ent­spannt mal wieder

An die­ser Stelle möchte ich noch mal an die Mahn­wa­che in Kiel am Rat­haus erin­nern. Jeden Mon­tag um 18 Uhr geden­ken wir der Opfer von Fukus­hima. Jede/r ist herz­lich ein­ge­la­den mitzumachen.

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Na bitte, es geht doch. Bereits am 26. März war ich auf der Groß­de­mons­tra­tion in Ham­burg einer von 50.000 Demons­tran­ten. Gleich­zei­tig wurde an die­sem son­ni­gen Tag in den vier größ­ten deut­schen Städ­ten gegen Atom­kraft demonstriert.

Nun ruft die nächste große Kund­ge­bung. 25 Jahre nach der Kern­schmelze in Tscher­no­byl (da war ich übri­gens zwei Jahre jung) gab es eine neue Kern­schmerze, die­ses Mal in Fukus­hima, Japan.

Trau­ri­ges Jubi­läum, das wir uns alle anders vor­ge­stellt haben. Aber gerade des­we­gen müs­sen wir jetzt han­deln, damit die alten deut­schen Mei­ler end­lich abge­schal­tet wer­den. Die Kata­stro­phe wäre unauf­halt­bar, würde es in Deutsch­land eine Kern­schmelze geben. Stör­fälle gibt es ja genug in deut­schen Atom­kraft­wer­ken, siehe AKW Krümmel.

Des­halb kommt alle zur Demo in Krüm­mel am 25. April 2011! Ich hoffe, wir sehen uns da!

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Selt­sam, wie sich man­che Dinge so nach und nach ent­wi­ckeln kön­nen. Irgend­wie aber auch schön anzu­se­hen, was für Poten­tial und für Chan­cen sich dar­aus erge­ben. Für mich ist das erste Semes­ter jetzt so rich­tig abge­schlos­sen, denn seit heute befinde ich mich im zwei­ten Semes­ter an der Fach­hoch­schule Kiel. Alle Prü­fun­gen sind geschrie­ben – und auch bestan­den. Viel ist pas­siert in der Zeit und viele schöne, aber auch nicht ganz so schöne Erfah­run­gen habe ich in die­ser Zeit gemacht.

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Das ver­gan­gene Wochen­ende wirkt noch ganz schön nach. Mein lie­ber Scholli, das war ein rich­tig schö­nes Erlebnis.

Wenn es in Schul­klas­sen oder ande­ren Grup­pen irgend­wel­che Stör­fel­der gibt, dann ist die Arbeits­fä­hig­keit nicht mehr wirk­lich gewähr­leis­tet. Durch Stö­run­gen, wie etwa Ablen­kun­gen von „Klassen-Clowns“ oder ande­ren Irri­ta­tio­nen, ist nicht nur das Arbeits­klima, son­dern auch das Zwi­schen­mensch­li­che Klima gestört bzw. beein­träch­tigt. Damit sol­che Stö­run­gen nicht mehr oder nur noch wenig auf­tre­ten, damit mit sol­chen Stö­run­gen rich­tig umge­gan­gen wer­den kann, gibt es soge­nannte „Klas­sen­ta­gun­gen“, deren Ange­bot sich spe­zi­ell an Schul­klas­sen wendet.

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Sodele, nach dem gan­zen Semester-Stress und Klausuren-Marathon sitze ich jetzt im Café Willy B. in Erfurt und hacke diese Zei­len in mei­nen Lap­top. Meine Klau­su­ren sind soweit ganz gut gelau­fen, wir haben sogar schon unsere Ergeb­nisse bekom­men, die das gute Gefühl im Bauch promt wider­spie­geln. Mein Gefühl hatte mich da also nicht ver­las­sen. Anders sieht es da mit mei­ner Freun­din aus *schnief*. Sie ist mal eben für drei Wochen nach Afrika geflo­gen. Soli­da­ri­scher Ein­satz bei den Mas­sai in Kenia. Ich gönne es ihr, aber dass sie dann auch noch ne Trekking-Tour macht, unver­schämt :) so ganz alleine, ohne mich…

Nutze ich die Zeit anders und besu­che ein paar liebe Freunde und die bucke­lige Ver­wand­schaft. Die sit­zen lei­der nicht im Nor­den, son­der irgend­wie alle süd­lich der Elbe. Also Sachen packen und auf nach Erfurt, die liebe (Ersatz-)Mutti besu­chen und ein paar schöne Tage hier in Erfurt ver­brin­gen. Wei­ter geht es dann am Sonn­tag zu mei­nem Onkel und sei­ner Fami­lie nach Leip­zig. Man man, was freu ich mich ‘n Ast ab, das wird — um es mit den Wor­ten von Bar­ney Stin­son zu sagen — legen… es kommt gleich, denn die nächs­ten Tage wer­den gran­dios… där. Oh, ich liebe How I Met Your Mother. Am Mitt­woch kom­men übri­gens wie­der die neuen Fol­gen der 5. Staf­fel auf Pro­Sie­ben, nicht verpassen!

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