— Die Gedanken sind frei

Steve Jobs: A Biography

Seit kur­zem lese ich die Bio­gra­phie von Steve Jobs. Ich habe sie von Julia zu Weih­nach­ten bekom­men und seit­dem nicht mehr aus der Hand genom­men. Das 700-seitige Buch ist stets bei mir, sei es als Pau­sen­lek­türe vom Ler­nen, im Bett oder auf der Couch. Ich hatte schon mehr­mals in diver­sen Buch­hand­lun­gen geschmö­kert und immer mal wie­der rein­ge­le­sen, mich dann aber gegen den Kauf ent­schie­den. Den­noch wuchs der Wunsch in mir, die­ses Buch ein­mal lesen zu müssen.

Als Apple-Nutzer früher/junger Tage habe ich schon mit 10 Jah­ren mei­nen ers­ten Mac bekom­men. Damals war das der Color­Clas­sic, der Nach­fol­ger des Apple Clas­sic – aber mit Farb­bild­schirm. In der Schule musste ich mich als Nomade gegen die „PC-Nerds“ stel­len, die mir zwar sag­ten, dass der Mac gut aus­sehe, aber von der Per­for­mance schlecht sei – womit sie Recht hat­ten. Für Spiele war ich irgend­wie nicht zu haben, der Mac zum arbei­ten, Filme schnei­den und Bil­der retu­schie­ren, das war mein Ding. Außer­dem konnte ich in den Jah­ren mehr und mehr DTP-Erfahrung sam­meln, was mich zu mei­nem spä­te­ren Beruf brachte, indem ich voll aufging.

Ich liebe die­ses Buch, denn es zeigt ohne zu kaschie­ren die vie­len Sei­ten des Steve Jobs. Es zeigt aber auch die Ent­wick­lung, die Apple mit ihm durch­ge­macht hat, bzw. die prä­gend für Apple, aber auch für mich waren. Ich habe mich immer mit Apple iden­ti­fi­ziert, weni­ger Pro­duk­ten, als viel mehr sei­ner Phi­lo­so­phie. Doch erst durch das Buch ver­stehe ich, wie Apple zu dem wer­den konnte, was es heute war. Das iPhone ist schön und gut, aber ich habe kei­nes (mehr). Das iPad ist super, ele­gant, ein tol­les Design, aber ich brau­che es nicht. Apple lässt uns Pro­dukte kau­fen, die wir haben wol­len. Wir hin­ter­fra­gen nicht mehr, ob wir es brau­chen, son­dern Apple sagt uns, dass wir es brau­chen! Und schon wird es gekauft.

Das Buch ist für mich wie eine Zeit­reise zurück zu mei­nem ers­ten Mac. Es ist aber auch eine Geschichts­stunde über den Beginn des Computer-Zeitalters, wie wir es ken­nen. Es erklärt aber auch sehr gut und auf anschau­li­che Weise das Phä­no­men Steve Jobs. Er wurde oft als Mes­sias, als Jesus, als iGod bezeich­net. Seine Aus­strah­lung soll über­wäl­ti­gend gewe­sen sein, ich hätte ihn gerne mal getrof­fen, um mich davon zu überzeugen.

Aber all das steht in sei­nem Buch, das ich wärms­tens all denen emp­fehle, die sich für Steve Jobs interessieren.

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