— Die Gedanken sind frei

Herbsttag

img_7702 Herr: es ist Zeit. Der Som­mer war sehr groß.
Leig dei­nen Schat­ten auf die Son­nen­uh­ren,
und auf den Flu­ren laß die Winde los.

Befiehl den letz­ten Früch­ten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei süd­li­chere Tage,
dränge sie zur Voll­en­dung hin und jage
die letzte Süße in den schwe­ren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich kei­nes mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange blei­ben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schrei­ben
und wird in den Alleen hin und her
unru­hig wan­dern, wenn die Blät­ter treiben.

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